Salomon Heine

Geboren am 19. Oktober 1767 in Hannover – gestorben am 23. Dezember 1844 in Hamburg


Salomon Heine
Salomon Heine

Sohn von Heymann Heine und Methe Eva Popert. Bruder von Samson Heine und damit Onkel Heinrich Heines. Weitere Geschwister: Isaak, Meyer, Samuel und Henry.

Salomon Heine heiratete Betty Goldschmidt (1777 – 1837) und hatte sechs Kinder: Friederike, die Christian Moritz Oppenheimer heiratete, Fanny, die mit dem Arzt C. W. Schröder verheiratet war, Hermann, der bereits 1830 mit 26 Jahren verstarb, Amalie, Therese, die Adolf Halle heiratete und Carl, der Cécile Furtado heiratete.

Heine und sein Onkel stritten und liebten sich. Der Onkel finanzierte Heines Studium und trug auch danach nicht unwesentlich zu Heines Lebensunterhalt bei.

Zum Tod seines Onkels schrieb Heinrich Heine an seine Schwester Charlotte:

»Gestern Abend spät erhielt ich Deinen Brief. Du kannst Dir leicht vorstellen, welche schreckliche Nacht verbracht habe. Das Gehirn zittert mir im Kopf. Ich kann noch keine zwey Gedanken zusammen fassen. Obgleich ich auf den Fall gefaßt war, erschüttert er mich doch so tief, wie mich seit dem Tode meines Vaters noch nichts bewegt. […]
Dieser Mann spielt eine große Rolle in meiner Lebensgeschichte und soll unvergeßlich geschildert werden. Welch ein Herz! Welch ein Kopf! Ueber seine letzten Verfügungen bin ich längst ohne Besorgniß; er hat mir selbst genug davon gesagt oder deutlich angedeutet. Ich gäbe meinen letzten Schilling darum, wenn ich ihn nur 5 Jahr oder auch nur 3 Jahr länger hätte behalten können; ja die Hälfte meiner übrigen Lebensjahre würde ich drum geben. Und wie liebenswürdig behandelte er meine arme Katze. Mir sagte er viel Hartes, er hat diesen Sommer mir in der Aufregung sogar einen Schlag mit dem Stock gegeben — ach Gott! wie gern bekäme ich wieder meine Schläge. […]«1

Oft zitiert wird die Aussage Heinrich Heines, dass das Beste am Onkel sei, dass er seinen Namen trage. In Heines Korrespondenz gibt es dafür folgende Nachweise:

»Er will sich nemlich nicht zufrieden geben, daß ich in einem Briefe zu ihm gesagt habe: das Beste was an ihm sey, bestünde darinn daß er meinen Namen führe. Diese Aeußerung, deren ich mich nicht mehr klar erinnere, ist gewiß wahr; denn mein Oheim sagt nie eine Unwahrheit. Aber daß er sich darüber gegrämt hat, ist nicht wahr, denn er ist zu gescheut sich an Worte zu halten und er weiß zu gut wie sehr ich seinen inneren Werth, seine Charaktergröße, seine ausgezeichnete Persönlichkeit, anerkenne.«2
  • und zwei Briefe des Onkels – einmal »An den Mann, der gefunden, daß daß beste was an mir ist, daß ich sein Name führe«3 und ein anderes Mal mit der Unterschrift

»von Dein Onckel
Salomon Heine
Der Mann der Dein Name führt
Spas«4



Siehe auch hamburg.de: Salomon Heine

Anmerkungen

1   Heinrich Heine an Charlotte Embden am 29. Dezember 1844 (HSA Bd. 22, S. 149)
2   Heinrich Heine an Giacomo Meyerbeer am 24. März 1838 (HSA Bd. 21, S. 263)
3   Salomon Heine an Heinrich Heine am 26. Dezember 1843 (HSA Bd. 26, S. 86)
4   Salomon Heine an Heinrich Heine am 24. Dezember 1839 (HSA Bd. 25, S. 234)

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